Venom
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Venom ist ein Freestyle/Allrounder-Kite von Peter Lynn. Die Venom ist ein vollwertiger Surfkite, jedoch auch im Landeinsatz recht beliebt. Die Venom 1 ist seit 2005 verfügbar, der Nachfolger, die Venom 2, kam 2006 auf den Markt.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Konstruktion des Kites
Der Kite ist ein sogenannter Arc. Der Name (Arc=Bogen) beschreibt auch seine Form, die der eines C-Kites ähnelt.
Er ist ein Foil(Matte), der ohne Waage auskommt. An den beiden Tips befinden sich Stäbe aus Carbon, nahe denen die Flugleinen befestigt sind.Die Venom ist wie alle Peter Lynn Surfkites als Twinskin realisiert. Das Profil wird dabei wie bei einem Open Cell Kite über ein Ober- und ein Untersegel sowie über Längsprofile gebildet. Allerdings sind an der Leitkante nur wenige Eintrittsöffnungen vorhanden, die zudem mit Rückschlagventilen ausgestattet sind. Damit bleibt die Luft nach einem Absturz im Kite, ein Relaunch auch im Wasser ist möglich. Die Venom hat zudem drei Reissverschlüsse, über die die Luft zwischen Ober- und Untersegel eingefüllt und abgelassen werden kann.
Im hinteren Bereich des Kites läuft ein Einstellgurt, der über den Entlüftungsreissverschluss eingestellt werden kann. Wird er weiter zugezogen, so steigt der Grundzug der Venom. Wird er weiter geöffnet, so steigt die Depower.
[bearbeiten] Barsysteme
Die Venom wird an einer Vierleinerbar geflogen und sollte nach dem Auslösen an einer Front- oder Backline auswehen können. Die Venom 1 wurde mit der zero4-Bar geliefert, die zumindest in den ersten Versionen gewisse Sicherheitsmängel hatte, speziell bei der Durchführung der Safetyleash und beim Chickenloop der ersten Generation. Die Venom 2 wird mit der überarbeiteten zero7-Bar geliefert.
[bearbeiten] Aufbau, Start, Landung
Die Venom wird wie alle Lynn-Kites längs mit dem Wind ausgelegt und am Luvtip mit etwas Gewicht gesichert. Der Entlüftungsreissverschluss in der Mitte wird geschlossen, die Befüllungsreissverschlüsse am Luv- und am Leetip werden geöffnet. Die Reissverschlüsse werden erst geschlossen, wenn der Kite zu mindestens 90% gefüllt ist - sonst kann der Start fehlschlagen.
Die Leinen werden angeknüpft, und die Frontleine, die in Lee liegt, wird in einem kleinen Klett am Reißverschluß in Lee gesichert. Zum Alleinstart wird eine Position von ca. 45° zum Wind eingenommen, die Lee-Frontleine wird gezogen, der Lee-Tip hebt sich und der Kite startet. Beim Start mit Helfer hält dieser beide Tips zusammen und bringt den Kite wie beim C-Kite-Start an den Windfensterrand, wo der obere und dann der untere Tip losgelassen werden. Nach dem Start wird der Kite am Windfensterrand entlang ins Zenit geflogen. Dabei füllt er sich vollständig - um Einklappern vorzubeugen sollte die Venom bis zur endgültigen Füllung leicht angepowert werden. Kommt es dennoch zu einem Verwickler sollte sofort ausgelöst werden - der Kite kann sonst unkontrollierbar loopen und viel Kraft entfalten.
Zum Landen wird die Venom zum Landehelfer geflogen. Dieser greift den unteren Tip, und zieht ihn nach Luv und zum Kiter hin. Die Venom legt sich flach auf den Boden und kann am Luvtip gesichert werden. Zum Abbau wird der mittlere Reissverschluss geöffnet, der Kite wird mit montierten Stangen aufgerollt oder ohne Stangen gefaltet.
In jedem Fall sollte das Peter Lynn Instruction Video genutzt werden, um einen ersten Eindruck zu bekommen!
[bearbeiten] Bodenhandling, Relaunch
Mit etwas Übung kann die Venom jedoch gut Hilfe gerelauncht werden. Beim Landkiting ist mit entsprechender Übung bis auf wenige Ausnahmen das komplette Bodenhandling ohne Helfer möglich, sogar manche Verwickler lassen sich mit ohne fremde Hilfe entwirren. Beim Einsatz als Buggy- oder MTB-Kite ist das eine große Hilfe.
[bearbeiten] Flugverhalten
Die Venom ist, typisch für Peter Lynn, ein sehr gutmütiger Kite. Die einzelnen Größen unterscheiden sich deutlich im Flugverhalten, vor allem im Turningspeed und in der Depower. Loops fliegt die Venom zwar eng, aber ohne zu tellern und mit relativ hoher Kraftentfaltung. Die Depower ist vor allem bei den kleineren Größen als sehr gut zu bezeichnen.
Die Venom liebt hohe Geschwindigkeit und viel Strömung und sollte entsprechend geflogen werden. In Verbindung mit ihrer hohen Stabilität und gutmütiger Reaktion auf Böen eignet sie sich auch gut zum Landkiten. Der aktuelle (Stand 07/2009) Snowkite-Speedrekord wird von einer Venom 13 gehalten. (Pilot: Chris Krug, 73,5 mph) (Siehe Weblinks)
Prinzipiell wird die Venom wie jeder andere C-Kite geflogen. Auf gefühlloses Anpowern bei geringer Fluggeschwindigkeit reagiert sie jedoch mit Leistungsabfall.
[bearbeiten] Venom 1 vs. Venom 2
Bis auf Detailverbesserungen und eine andere Optik unterscheidet sich die Venom 2 nicht wesentlich von der Venom 1.
[bearbeiten] Basteleien
Die Peter Lynn-Szene bastelt allgemein gerne. Beliebteste Modifikation dürfte die Umrüstung der Venom auf stabilere, einteilige Carbonstäbe sein. Die Stäbe gibt es im Baumarkt oder im Drachenladen, die Längen der Stäbe sind auf der Peter Lynn Homepage angegeben. Aluminium aus dem Baumarkt ist als Material nicht zu empfehlen, da es sich unter den Belastungen verbiegt.
Besitzer einer zero4-Bar sollten sich ernsthaft überlegen, u.a. den Chickenloop zu überarbeiten oder gegen einen anderen zu tauschen.
Ansonsten liefert eine Suche im Internet jede Menge Modifikationstips.
Externe Links:

