Channel Bottom

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Diese Form des Unterwasserschiffs ist die logische Weiterentwicklung des Concave Bottom und beinhaltet die gleichen Vorteile (Gleiteigenschaften und weiches Einsetzen im Kabbelwasser), ohne zugleich die Nachteile zu beinhalten. Hierbei wird ein längsgerichteter Kanal mit einer maximalen Tiefe von etwa 3 – 8 mm im Zentrum des Boards in den Boden gefräst, der zu den Boardenden hin plan ausläuft. An den Kanten des Channels ergeben sich jedoch Führungen, die das Wasser kanalisieren und somit dem Board eine hohe Richtungsstabilität verleihen, auch wenn es absolut plan gefahren wird, siehe die blauen Strömungslinien des Wassers in der Grafik unten. Die Kanten des Channels sind auch der Grund für einen stark erhöhten Kantengriff. Deswegen ist es äußerst wichtig, dass der Channel sich fast über die gesamte Breite des Boards erstreckt und die Channelkanten möglichst weit außen an der Boardkante platziert sind. Durch die beiden seitlichen Stege neben dem Kanal behält das Board seine eigentlich gebogene Bodenkurve bei, was es durch Belastung auf der Kante sehr drehfreudig macht. Auch beim Channel wird kein Luftkissen erzeugt, sondern lediglich die Bodenkurve wird im Zentrum flacher und dadurch das An- und Durchgleiten besser. Leider ist der Channel Bottom die aufwändigste Variante der Unterwasserschiffe, weil der Kern 100%ig genau zu der Produktionsform passen muss, in welcher er laminiert wird. Die Formen sind alles gefräste 3D-Formen und die Kerne müssen zusätzlich auf der Unterseite gefräst werden. Die Verarbeitung muss zudem sehr präzise erfolgen, weswegen dieses Unterwasserschiff auch deutlich kostenintensiver als alle anderen ist. Man erhält jedoch ein sehr stabiles Board, was auch hohen Belastungen stand hält.

Fast alle Wakeboards haben heutzutage Channels im Unterwasserschiff, weil dort auch extremer Kantengriff, gute Richtungsstabilität, gepaart mit hoher Drehfreudigkeit gefragt sind. Bei Kiteboards kommen allerdings noch die Gleit- und Höhelaufeigenschaften hinzu, die durch eine wesentlich flachere Bodenkurve erzielt werden, als bei Wakeboards. Auch bei Windsurfboards hat man in den 80er Jahren mit Konkav, dann Doppelkonkav, dann Trikonkav, bis hin zu Quattrokonkav experimentiert. Durchgesetzt hat sich dort dann am Ende ebenfalls der Channel bei Boards, die nicht nur eine einzige Disziplin gut können, sondern in allen Bereichen gute Fahreigenschaften haben.

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