Aufkreuzen
Aus Kitefreunde
Das Aufkreuzen bezeichnet das Fahren im "Zick-Zack" mit Amwindkursen in Richtung Luv.
Nur mit Segel/Kite kann man nicht direkt gegen den Wind fahren. Jedoch kann man einen Kurs einschlagen, der schräg gegen den Wind führt. Diesen Kurs nennt man Amwindkurs und weil damit "Höhe" gegen den Wind gewonnen wird - also Strecke gegen die Windrichtung gemacht wird - spricht man auch von Höhelaufen.
Höhelaufen gehört generell zu den ersten Fortgeschrittenen-Fähigkeiten des Kiteboardings. Obwohl das Kitesurfen sehr schnell erlernt werden kann, ist das Höhelaufen eine Frage der Erfahrung und des Trainings. Anfänger fahren zu allererst in einem Winkel von ca. 120° vom Wind weg. Sobald der Kiter das Board, den Drachen und seine Körpereinsatz koordinieren kann, werden die Bewegungen sicherer, der Zug am Drachen gleichmäßiger. Er überwindet nach und nach die Fahrt am halben Wind zum Wind hin. Erfahrene Kiter fahren Höhe wie ein Windsurfer und können gezielt Höhelaufen.
Ist der Kiter bereit, auch etwas mehr Druck vom Kite zu halten, fällt das Höheziehen schon leichter. Aufkreuzen erfordert genug Druck im Schirm. Das Board wird stärker angekantet, die Fahrt etwas verlangsamt, der Blick geht zu einem Zielpunkt, dadurch dreht sich der Körper etwas, und schon geht es upwind. Am untersten Rand des Windbereichs ist ein Höheziehen nicht möglich.
Kurse zum wahren Wind (0 Grad):
Vorwindkurs - Wind von hinten (180° Grad)
Raumwindkurs - Wind schräg von hinten (91° bis 179° Grad) = Downwind - Höhe verlieren
Halbwindkurs - Wind von der Seite (~90° Grad) = Höhe halten
Amwindkurs - Wind schräg von vorne (<90° Grad) = Upwind - Höhe gewinnen

